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Schluss mit dem Triumphalismus

Warum der Westen vor dem Scherbenhaufen seiner Politik gegenüber Russland steht – und was er jetzt noch retten könnte
von Antje Vollmer vom 28.03.2014
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Michail Gorbatschow hat selten offen über seine persönliche Bilanz des großen Umbruchs gesprochen, für den sein Name wie kein anderer steht. Wer aber die Chance hatte, ihn einmal in einer sehr kleinen Runde zu hören, wird niemals den Ausdruck tiefster Verbitterung vergessen, mit dem er feststellte: Kein Staatsmann im Westen habe verstanden, dass das von ihm angestrebte gemeinsame »Haus Europa« auch eine tief greifende Erneuerung der westlichen Strukturen, Institutionen und Denkweisen erfordert hätte, um eine völlig neue, einmalige Zukunftsperspektive für den ganzen Kontinent zu eröffnen. Im gesamten westlichen Staatensystem habe nur ein Triumphalismus ohnegleichen und Siegermentalität geherrscht. Das sei am Ende der Grund gewesen, warum Russland nach dem politischen Ausverkauf einen Machtmenschen wie Wladimir Putin geradezu gebraucht hätte, wollte es nicht gänzlich aus der Weltpolitik verschwinden.

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