Nicht jammern, handeln!
So deutlich hat es noch keiner gesagt: Die evangelische Kirche könnte in Zukunft Pflegeheime und ambulante Pflegedienste schließen, wenn diese Arbeit nicht zu fairen Bedingungen erbracht werden könne. Das sagte vor Kurzem der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Nikolaus Schneider. Nur: Jammern allein reicht nicht. Es ist Zeit, dass sich die großen Wohlfahrtsverbände und allen voran Diakonie und Caritas politisch positionieren.
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Datum der Erstveröffentlichung: 23.03.2012
Vom Sozialstaat zum SozialmarktMit der Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995 begann der Umbau des Sozialstaats zum Sozialmarkt. Pflege sollte billig bleiben. Deshalb wurde ein Markt geschaffen, auf dem private Anbieter in Konkurrenz zu den großen Wohlfahrtsverbänden treten. Der fatale Irrtum dabei: Der Pflegebedürftige, die Arme, der Kranke oder die Obdachlose ist kein Kunde, dazu ist er, ist sie viel zu verletzlich und bedürftig. Als die Kirchen in ihrem gemeinsamen Sozialwort 1997 das Erfolgsmodell »Soziale Marktwirtschaft« lobten, war der neoliberale Umbau dieser Marktwirtschaft schon in vollem Gange und führte zu Deregulierung, Sozialabbau und einem weit verbreiteten Niedriglohnsektor. Lautstarker Widerstand der Kirchen? Fehlanzeige.
Vom Sozialstaat zum SozialmarktMit der Einführung der Pflegeversicherung im Jahr 1995 begann der Umbau des Sozialstaats zum Sozialmarkt. Pflege sollte billig bleiben. Deshalb wurde ein Markt geschaffen, auf dem private Anbieter in Konkurrenz zu den großen Wohlfahrtsverbänden treten. Der fatale Irrtum dabei: Der Pflegebedürftige, die Arme, der Kranke oder die Obdachlose ist kein Kunde, dazu ist er, ist sie viel zu verletzlich und bedürftig. Als die Kirchen in ihrem gemeinsamen Sozialwort 1997 das Erfolgsmodell »Soziale Marktwirtschaft« lobten, war der neoliberale Umbau dieser Marktwirtschaft schon in vollem Gange und führte zu Deregulierung, Sozialabbau und einem weit verbreiteten Niedriglohnsektor. Lautstarker Widerstand der Kirchen? Fehlanzeige.

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