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Das Brautkleid aus Kaliningrad

von Paul Kluge vom 27.03.2009
Protestanten prägten Ostpreußen. Auch heute wieder sind ihre Gemeinden lebendig und voller Esprit. Überraschende Eindrücke von einer Reise gen Osten
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Scharfer Wind treibt Schneeflocken und Möwen über den Pregel, der durch die Stadt fließt. An der Honigbrücke zum Königsberger Dom halten im Paar-Minuten-Takt Nobelkarossen, darunter sechs-, achttürige Limousinen. Hochzeitspaare entsteigen den Wagen, in bauschigem Weiß die Bräute, ein Zobeljäckchen gegen die Kälte. Die Männer geben sich kälteresistent.

Der Dom ist zur Konzerthalle restauriert, am Eingang stehen zwei kleine Kapellen offen: eine ist russisch-orthodox, die andere lutherisch. In ihr schiebt Waldemar gerade Dienst. Er ist Historiker und Fotograf. Die Geschichte des ostpreußischen Protestantismus erforscht er. Dokumentiert, was davon noch erhalten und was erhaltenswert ist. In vielen Städten und Dörfern stehen noch Kirchen. Etliche in orthodoxer Nutzung und gut erhalten. Andere als Kulturhaus oder auch L