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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2013
Wohin denn noch?
Abschied vom Wachstumswahn
Der Inhalt:

Rücktritt in Rom

vom 08.03.2013

Zum Dossier: »Die Entscheidung« (4/13)

Das Dossier im letzten Publik-Forum gibt einen ausgezeichneten Überblick zur Lage der römisch-katholischen Kirche. Das sollten alle Wähler des Konklave lesen! Sie werden nur einen »Nachfolger« wählen. Ändern wird sich nichts! Und die Kirchenferne wird weiter zunehmen …

Diethelm Busse, Publik-forum online

Ich habe das neue Dossier mit Zustimmung gelesen, muss aber auch Widerspruch anmelden: Es geht um die Bezeichnung für den Papst als »Stellvertreter Gottes auf Erden«. Der Papst hat zwar den Ehrentitel »Stellvertreter Christi« aber dieser ist doch nicht einfach mit Gott gleichzusetzen! Seit meiner Tätigkeit als katholischer Religionslehrer habe ich mich ständig bemüht, dieser Gott-Gleichsetzung entgegenzuwirken – und jetzt macht das von mir geschätzte Publik-Forum ebendiesen Fehler!

Edgar Fahmüller, Puchheim

Die Entscheidung kam zwar überraschend, aber sie dürfte eine der besten seines Pontifikates sein. In den letzten Jahren, ja Jahrzehnten wurde Gruppen, die die Kirche als politische Unterstützung für rechtsgerichtete Ansichten missbraucht haben, viel zu viel Raum gegeben. Das wird sich noch bitter rächen, und zwar vor allem für die Kirche selbst. Dass sich jetzt quasi über Nacht mit dem Papstrücktritt das alles ändert, ist eher unwahrscheinlich. Man sollte in der Kirche nicht sosehr auf Veränderungen durch den nächsten Papst hoffen, sondern darauf, dass Menschen, denen ein an Evangelium und Spiritualität orientierter Glaube wichtig ist, in der Kirche offensiver auftreten.

Stefan Schaab, Publik-Forum online

In dem auf den Papstnachfolger fokussierten Forderungskatalog kommt das ganze Dilemma auch sogenannter linker Katholiken zum Vorschein: Ein Papst als oberster Herrscher wird abgelehnt und als Ewiggestriger geschmäht. Und im gleichen Atemzug wird genau von ihm beziehungsweise seinem Nachfolger das Heil, die große Wende erwartet. Was für ein Unsinn! Andersherum wird ein Schuh draus: Die mündigen Christen müssten sich organisieren! Nicht der Papst ist schuld an der Misere der Kirche. Vielleicht war er es mal im 19. Jahrhundert. Heute sind wir die Kirche. Sie sieht genauso

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