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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 5/2012
Ich glaube
Der Konflikt um das Bekenntnis der Christen
Der Inhalt:

»Woran glauben wir denn?«

In den reformierten Schweizer Landeskirchen ist die Diskussion um ein gemeinsames Credo wieder aufgeflammt. Allerdings auf Sparflamme

Die reformierten Landeskirchen der Schweiz sind ein Sonderfall. Als weltweit einzige kennen sie seit knapp 150 Jahren kein verbindliches Credo. Über der Frage, ob das Apostolische Glaubensbekenntnis noch zeitgemäß sei, kam es Mitte des 19. Jahrhunderts in einigen Landeskirchen zur Spaltung. Um einen Bruch zu verhindern, beschloss man in Zürich 1868 die Bekenntnisfreiheit, welche von den übrigen Schweizer Landeskirchen bald übernommen wurde. Seit einigen Jahren wird nun erneut über das Credo diskutiert – in umgekehrter Stoßrichtung: Diesmal geht es um die Suche nach einem gemeinsamen Bekenntnis.

Eine gesamtschweizerische Arbeitsgruppe um den Theologen Matthias Krieg, Leiter der Abteilung »Bildung und Gesellschaft« der Zürcher Landeskirche, erarbeitete zum Calvin-Jahr 2009 ein Werkbuch mit einer Sammlung von zwanzig reformierten Bekenntnissen. Der Band stellte zum Schluss ein 21. Credo zur Diskussion, welches die Arbeitsgruppe nach einer Vorlage des Berner Theologen und Schriftstellers Kurt Marti selbst erarbeitete (siehe »Das Credo von Kappel«).

Der 22. Text blieb unformuliert: Eine leere Seite mit dem Titel »Katechismus« sollte die Diskussion um ein gemeinsames neues Bekenntnis anregen. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund (SEK) übernahm das Werkbuch und schickte es in eine einjährige Befragung. Kirchenmitglieder und Gemeinden sollten sich dazu äußern.

Rund zweieinhalb Jahre späterzieht Matthias Krieg eine ernüchternde Bilanz: Der Rücklauf sei äußerst gering ausgefallen. »Natürlich gab es engagierte Einzelpersonen und Gemeinden. Der große Rest aber – auch unter den prominenten Köpfen der