Ermordung eines Erzbischofs
In seiner letzten Sonntagspredigt am 23. März 1980 stellte sich Oscar Romero, der Erzbischof von San Salvador, wieder einmal in Opposition zur herrschenden Militärdiktatur in seinem Land. Viele hörten seine Worte im Radio, als er sich direkt an die Angehörigen der Armee und der Polizei wandte: »Im Namen Gottes und des leidenden Volkes flehe ich Sie an: Machen Sie der Repression ein Ende.« Am nächsten Tag wurde er während einer Messfeier in einer Kapelle von einem gedungenen Mörder der Todesschwadronen am Altar erschossen. Der Mord an Romero war der Auftakt des Bürgerkriegs in El Salvador, der zwölf Jahre dauerte und mehr als 75 000 Todesopfer forderte.
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