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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2020
Mahlzeit!
Mikroplastik – die allgegenwärtige Gefahr
Der Inhalt:

Ein Anwalt gegen die Zwei-Klassen-Justiz

von Birgit Roschy vom 28.02.2020
PFplus

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Kino. 1987 wird der Afroamerikaner Walter McMillian in Alabama wegen Mordes an einem weißen Mädchen zum Tode verurteilt. Bryan Stevenson, ein junger Anwalt und Harvard-Absolvent, nimmt den Fall unter die Lupe und entdeckt haarsträubende Ungereimtheiten. Das Justizdrama »Just Mercy« basiert auf einem Buch des heutigen Jura-Professors Stevenson über seinen langjährigen Kampf um Gerechtigkeit, bei dem er mehreren Todeskandidaten zur Freiheit verhalf. Die Anklage gegen McMillian steht exemplarisch für den Umgang der Justiz mit Afroamerikanern. Mit nimmermüder Geduld entlarvt der Anwalt, der selbst schwarz ist, falsche Zeugenaussagen und Winkelzüge der lokalen Polizei. Dabei wird er von den Behörden schikaniert. Gerade die Nüchternheit, mit der das Offensichtliche dargelegt wird – so bestätigten Dutzende Zeugen, dass McMillian zur Tatzeit auf einem Fest war –, sorgt beim Zuschauen für Fassungslosigkeit. In diesem starbesetzten Film geht es weniger um Rassismus als um eine Zweiklassenjustiz, in der sich Arme keinen guten Anwalt leisten können und, buchstäblich mit kurzem Prozess, zum Sündenbock werden. Doch die Pointe, dass der Tatort, die Kleinstadt Monroeville, ausgerechnet die Heimat von Harper Lee ist, die mit ihrem Roman »Wer die Nachtigall stört« über einen Fall von Rassenjustiz berühmt wurde, kann man sich nicht ausdenken.

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