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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2013
Die Entscheidung
Nach dem Rücktritt des Papstes: Was sich in der katholischen Kirche ändern muss
Der Inhalt:

Schwarzwälder Schinken aus Dänemark

von Gunhild Seyfert vom 22.02.2013
Bedürfnis nach regionalen Lebensmittels: Die falschen Versprechungen der Supermärkte und der Boom der Bio-Kiste

Sich mit frischen, gesunden Lebensmitteln ernähren, die aus der heimischen Region kommen – das möchten viele Menschen. Aber es wirklich zu tun scheint oft schwer. Die Zeit zum Einkaufen, Kochen und Essen ist heutzutage in der Alltagshektik oft knapp. Wie soll man da an regionales Obst und Gemüse kommen? Etwa die Bauernhöfe ringsum einzeln abklappern? Weil sich das viele Berufstätige und Familien zeitlich gar nicht leisten können, entscheiden sich immer mehr für eine Bio-Kiste: Biologisch und regional erzeugtes Obst und Gemüse wird darin frisch nach Hause geliefert.

Die Bio-Kiste boomt. Ihr einst betuliches Image von viel zu viel Kohl und Karotten ist passé. Wer Kohl nicht mag, wählt Kürbis, Paprika oder Pilze. Die Möglichkeiten, die das Internet für individuelle Bestellungen bietet, haben den grünen Kisten einen kräftigen Aufschwung beschert. Außerdem profitieren sie vom Trend zu Produkten aus der heimischen Region. Einen Umsatzzuwachs von 15 bis 20 Prozent im Jahr verzeichnet der Dachverband Öko-Kiste, zu dem sich fünfzig Höfe und Bio-Vermarkter vor allem aus Süddeutschland zusammengetan haben. Mit weiteren Betrieben, die nicht Mitglieder des Verbandes sind, versorgen sie wöchentlich um die 70 000 Haushalte. Dabei kooperieren sie jeweils mit Bauernhöfen und Gärtnereien aus ihrer näheren Umgebung, von denen Gemüse und Obst, Milch, Käse, Eier, Wurst und Fleisch stammen. Aber auch Brot vom Bio-Bäcker, Honig und Marmelade gehören zum Sortiment.

»Seit ich die Öko-Kiste habe, spare ich mir den Aufwand von mindestens einem großen Einkauf pro Woche, und die Sachen sind superfrisch«, berichtet Dagmar Röscher. Sie und ihre Familie sind seit einem halben Jahr Kunden bei einem Bauern mit Hofladen und Lieferservice in Bielefeld. Zeit zum Kochen ist bei Familie Röscher nur am Wochenende; unter der Woche essen mittags alle außer Haus: im Hort, im Betrieb oder unterwegs. Abends, wenn sie sich am Familientisch wieder treffen, kommen jetzt biologisch und regional erzeugte Lebensmittel auf den Tisch. »Wir essen jetzt öfter einen frischen Salat oder bunte Rohkost«, sagt die Ingenieurin. Ihren Kindern hat sie versprochen, im Frühjahr den Hof zu besuchen, von dem jetzt ihre Milch kommt.

Lebensmittel aus der Heimatregion – das ist ein aktueller Trend. Umfragen zeigen, dass es für zwei Drittel der Verbraucher wichtig ist, dass ihre Lebensmittel aus der Regio

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