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Ein Leben ohne

von Wolfgang Kessler vom 27.02.2009
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Wir sitzen in einer Konferenz. Plötzlich klingelt es. Ein Kollege zieht sein Handy aus der Tasche und geht telefonieren. Fast schon tragikomisch lief es neulich im Zug. Im ganzen Wagen war es mucksmäuschenstill. Nur ein jüngerer Mann unterhielt sich relativ laut - offenbar mit einer Frau. Dann erwähnte er eine gewisse Petra. »Das ist wohl die Frau, die vor 20 Minuten angerufen hat«, sagte mein Nachbar süffisant. Jetzt warteten alle gespannt auf den Fortgang der Ereignisse.

Dass das Private öffentlich wird, ist vielleicht noch das kleinere Problem. Härter trifft es den gestressten Angestellten, der im Speisewagen im Fünf-Minuten-Takt von seinem Chef angerufen wird. »Ich muss das Ding anlassen. Zwölf Stunden am Tag, auch samstags«, entschuldigt er sich. Kontrolle per Handy. Privat läuft es oft nicht anders. »Warum hast du nic

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