250 000 Kindersoldaten
Das Deutsche Bündnis Kindersoldaten hat am 12. Februar in Berlin eine weltweite Kampagne gegen den Einsatz von Kindern in Kriegen und militärischen Konflikten gestartet. Dazu sollen im kommenden Jahr eine Million rote Hände gegen den Einsatz von Kindersoldaten gesammelt werden. Die Ergebnisse der Aktion 1 Million Rote Hände wurden am 12. Februar 2008, dem sogenannten Red-Hand-Day, den Vereinten Nationen übergeben, kündigte das Bündnis an. Schätzungen gehen von derzeit rund 250 000 Kindersoldaten aus, die weltweit trotz eines seit dem Jahr 2002 geltenden UN-Verbots eingesetzt werden. Dem Bündnis Kindersoldaten gehören Menschenrechts- und Hilfsorganisationen wie amnesty international, Terre des hommes, World Vision, die Kindernothilfe, Aktion Weißes Friedensband und das Netzwerk Afrika Deutschland an. Die rote Hand gilt als Protestsymbol gegen den Einsatz von Kindern in Kriegen. Harsche Kritik äußern die Hilfsorganisationen am Umgang der deutschen Behörden mit geflüchteten Kindersoldaten. Ihnen würde bis auf Ausnahmen systematisch ein Bleiberecht in Deutschland verwehrt, auch wenn sie »schlimmste körperliche und seelische Verletzungen erlitten haben, bei der Rückkehr in ihr Land verfolgt werden und dort unter Lebensgefahr stehen«, kritisierte Terre-des-hommes-Referent Ralf Willinger. Er fordert, diese »beschämende Praxis« umgehend zu beenden.
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