Gegen die Ignoranz der Politiker
Kinder und Jugendliche spielen in der deutschen Politik keine große Rolle. Das soll sich ändern. »Stellen Sie sich einmal vor, die Blicksicht, die Interessen und die Belange von Kindern und Jugendlichen würden nicht bloß im Bundesfamilienministerium verhandelt, sondern in sämtlichen Ministerien, auch im Finanzministerium wichtig- und ernstgenommen«, sagt Lisi Maier. Die Vorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) fährt fort: »Dann hätten wir hoffentlich weniger zu tun mit Kinder- und Jugendarmut in Deutschland.« Jugendliche und Kinder »dürfen nicht mehr bloß als Arbeitsmarktreserve und Wirtschaftsobjekte betrachtet werden«, so lautet kurz gefasst die gemeinsame Überzeugung der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej) und des BDKJ. Deshalb erarbeiten beide Verbände in den kommenden zwei Jahren gemeinsam ein »ökumenisches Sozialwort der Jugend«. Das haben die Mitgliederversammlung der aej und der BDKJ-Hauptausschuss beschlossen. »Der Sozialstaat muss aus der Perspektive von Kindern und Jugendlichen gedacht werden. Das erfordert nachhaltige und generationengerechte Entscheidungen«, erklärt BDKJ-Vorsitzende Lisi Maier.
Sie haben bereits ein
-Abo? Hier anmelden
