Schusssichere Westen für Sanitäter
Die evangelische St.-Katharinen-Kirche in der Luteranska-Straße 22 im Zentrum von Kiew (Bild links) liegt genau gegenüber dem ukrainischen Präsidentenpalast. Überall stehen Absperrungen mit Bewaffneten der Regierung. »Wir kriegen seit Wochen ziemlich viel ab«, sagt Pfarrer Ralf Haska von der Deutschen Evangelisch-lutherischen Gemeinde in Kiew. Es sind nur hundert Meter über die Straße bis zu den Stellungen der Berut, der wegen Entführungen und Tötungen gefürchteten Totschläger und Spezialeinheiten des Präsidenten. Rund 300 Menschen zählt die kleine evangelische Gemeinde. Sie gewährt müden Demonstranten Obdach und hilft, wo sie kann. »Blutdruckmesser, die unter null Grad funktionieren«, darum haben die Ärzte vom Maidan gebeten. Und es braucht dringend schusssichere Westen für die Sanitäter und Ärzte, die verletzte Demonstranten versorgen. Auf sie werde vom Regime als Erstes scharf geschossen.
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