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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2014
Der große Traum
Während im Westen die Euro-Angst grassiert, brennen die Osteuropäer für die europäischen Werte
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 14.02.2014

Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ), hat den Vorwurf als »völlig absurd« zurückgewiesen, Jugendmediziner würden zur eigenen Einkommenssicherung Kindesmisshandlungen bewusst übersehen. Die von den Berliner Rechtsmedizinern Michael Tsokos und Saskia Guddat erhobene Anschuldigung verkenne die schwierige Entscheidungssituation von Ärzten, wenn nur »ein Bauchgefühl« eine Kindesmisshandlung vermuten lasse, aber keine körperlichen Auffälligkeiten oder Verletzungen vorlägen. Hartmann fordert die vom Kinderschutzgesetz bislang nicht vorgesehene Möglichkeit, sich bei Verdachtsmomenten auch ohne Wissen der Eltern mit Vertretern zuständiger Institutionen austauschen zu können.

Sigmar Gabriel, Bundeswirtschaftsminister, sieht sich mit dem Vorwurf konfrontiert, sein Wort gebrochen zu haben. »Die Lieferung von mehr als hundert Militärbooten aus Deutschland nach Saudi-Arabien und deren beabsichtigte Absicherung mit einer Hermesbürgschaft in Höhe von 1,4 Milliarden Euro« widerspreche eklatant seiner wiederholt geäußerten Ankündigung, keine Waffen mehr an Unrechtsregime zu liefern, erklärte Paul Russmann, Sprecher der Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel. Der Export von Kriegsschiffen trage zur Eskalation der Waffengewalt im Nahen und Mittleren Osten bei. Als »Zumutung« und »empörend« bezeichnete Wiltrud Rösch-Metzler, Bundesvorsitzende der katholischen Friedensorganisation Pax Christi, das Vorgehen Gabriels. »Mit der Begründung, dass nur Waffen, die auf der Straße gegen die Bevölkerung eingesetzt werden können, nicht mehr geliefert werden sollen, umgeht die Bundesregierung ihre eigenen Grundsätze, nicht an Staaten mit schlechter Menschenrechtslage zu exportieren«, erklärte Rösch-Metzler.

Jan Gruiters, Geschäftsführer der niederländischen Friedensorganisation IKV Pax Christi, hat mitgeteilt, dass man aus PR-Erwägungen den Verweis auf Christus im Namen streiche. Die Bezugnahme auf das Christentum sei hinderlich, um ein größeres Publikum für die Friedensarbeit zu begeistern, sagte Gruit

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