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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 3/2012
Keine Pflastersteine aus Kinderhand
Immer mehr deutsche Städte kaufen fair ein
Der Inhalt:

Geduldige Kraft aus Taizé

vom 04.05.2012

Zu: »Das Wunschbild der Mönche« (1/12)

Das »Wunschbild« von Taizé ist nicht vollständig gezeichnet. Von Anfang an verstehen die Mönche ihre Berufung unter dem Leitwort »Versöhnung«. Seit je lädt Taizé junge und alte Menschen »auf der Suche« zu einer Zeit des Miteinander-Teilens ein. Nicht zuletzt die Begegnung mit den 68er-Revolutionären, die Taizé nicht rechts liegenließen, bestätigte die Brüder in der Gewissheit, dass die innere Bildung wesentlich ist für das Gelingen des Welt-Engagements. Der Grundimpuls der Versöhnung befähigte die Brüder auch zu positiver Kooperation mit Vertretern der Kirchenleitungen; deren Schwächen werden wahrgenommen, aber nicht angeprangert; man setzt eher auf die geduldige Kraft des Wachstums im Austausch. Taizé erhebt nie den Anspruch auf Lehrmeinung, es bindet die Besucher nie an sich, sondern sendet sie – gestärkt – zurück in je ihre Welt und Berufung. Taizé gehört keiner Kirche an, unterliegt auch keiner Kirchendisziplin.

Dr.Klaus Fischer, per E-Mail

War Herr Modehn je in Taizé? Er lässt das jedenfalls nicht erkennen. Roger Schutz für seine offensichtliche Nähe zu Rom zu kritisieren, finde ich verfehlt. Er war ohne Zweifel nicht nur ein spirituell herausragender Mensch, sondern eben auch politisch sehr geschickt. Dass er den einzigen Ort der Welt geschaffen hat, an dem mit dem Segen des Vatikans Ökumene gelebt und geliebt werden darf, ist allein sein Verdienst. Bei ständiger Konfrontation mit dem Vatikan wäre das wohl nie gelungen, und Taizé wäre nicht Taizé. Und so wird Ökumene auch bei uns nie gelingen.

Stefan Riphaus, München

Die Taizé-Bewegung zu konfessionalisieren ist meines Erachtens ein weiterer Versuch der aus mittelalterlichem Denken entstandenen Amtskirchenhierarchie, Macht zurückzugewinnen, und damit wird erneut gelebte Glaubenssuche, christliche Spiritualität und Wahrhaftigkeit eingeschränkt; wohin können und werden sich junge Menschen dann wenden?

Dietmar Gürtler-Stüble, Hamburg

Leider merkt man aber, dass Sie sich mit Taizé nicht sehr tiefschürfend auseinandergesetzt haben. Ja, man meint fast eine gewisse Antipathie herauszuspüren. Taizé mag katholisch sein im ursprünglichen Wortsinn, aber mit Sicherheit nicht römi

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