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Personen und Konflikte

vom 13.02.2009

Daniel Vasella, Chef des Schweizer Pharmakonzerns Novartis, sollte eigentlich bei Radio Vatikan einen Kommentar zu einem aktuellen Ereignis sprechen. Jetzt wurde er wieder ausgeladen. Der Grund: Die Tatsache, dass Novartis auch Verhütungsmittel herstellt, stieß im Vatikan auf Kritik. Der gelernte Arzt Vasella ist ein engagierter Katholik, der das Kloster Einsiedeln fördert und berät.

Ryu Shionoya, Bildungsminister Japans, forderte alle Grund- und Mittelschulen auf, den Kindern das Mitbringen von Mobiltelefonen zu verbieten. Der Minister reagiert mit dieser Forderung auf 6000 Fälle von sogenanntem »Cyber-Mobbing«, die im vergangenen Jahr gemeldet wurden. Darunter laufen auch Botschaften, die auf Handys verschickt werden. Sie lauten etwa: »Du sollst tot umfallen« oder »Ich werde Dich töten«. Zudem gebe es im mobilen Internet immer häufiger Begegnungsseiten mit Männern, die sexuelle Kontakte mit Minderjährigen suchten. Ryu Shionoya: »Es gibt keinen Grund, warum die Kinder in der Schule ein Handy brauchen.«

Franziska Gruber von der Frauenrechtsorganisation terre des femmes kritisierte die steigende Zahl der Opfer von Genitalverstümmelungen. Rund 20 000 Frauen in der Bundesrepublik seien an den Genitalien verstümmelt. Die meisten kämen aus Afrika, dem Nahen Osten oder Teilen Asiens, in denen die Beschneidung verbreitet sei. Die Frauen würden entweder in Deutschland oder während einer Reise in ihr Heimatland beschnitten. Eine Umfrage unter Frauenärztinnen aus dem Jahr 2005 belege, dass zehn Prozent der Ärzte Kenntnis über Fälle von Genitalverstümmelung hätten. »Gesellschaft und Politik müssen das Problem ernster nehmen«, forderte Gruber. Die Verstümmelungen hätten für die Betroffenen lebenslange Folgen. Sie litten häufig an Unfruchtbarkeit, Infektionen oder Geburtskomplikationen. Weltweit gebe es rund 140 Millionen genitalverstümmelte Frauen. Terre des femmes fordert höhere Strafen für diese Praktik in Deutschland.

Cem Özdemir, Parteivorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, fordert den Staat auf, muslimische Kinder stärker vor den Islamisten zu schützen. Der Staat dürfe nicht aus seiner Verantwortung entlassen werden. »Wenn Inhalte vermittelt werden, die verfassungsfeindlich, islamistisch oder frauenfeindlich sind, muss der Staat eingreifen, egal wo«, sagte der türkischstämmige Politiker. Zudem »brauchen wir einen Ausbau der Ganztagsangebote, damit Kinder früher als mit d

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