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Googeln fördert die Klimakatastrophe

vom 13.02.2009

Die Internet-Nutzung ist nicht umweltfreundlich. Dies hat jetzt eine Studie des Physikers Alex Wissner-Gross nachgewiesen. Danach sorgen riesige Rechenzentren, die Anfragen bearbeiten, ständig verfügbare Hochgeschwindigkeitsdatenleitungen oder PCs, die den ganzen Tag im Stand-by-Modus am Stromnetz saugen, für eine ähnlich hohe Emission von Klimagasen wie alle Luftfahrtgesellschaften zusammen. Konkret untersuchte Wissner-Gross die Klimawirkung eines ganz normalen Onlineaufrufs einer Website bei dem Anbieter Google. Das Ergebnis: Nutzt man einen ganz normalen Schreibtischrechner, kommen rechnerisch im Schnitt 20 Milligramm Kohlendioxid pro Sekunde zusammen. Wer 12 Minuten surft, emittiert so viel Kohlendioxid wie ein Kleinwagen pro Kilometer. Bei weltweit inzwischen 1,3 bis 1,4 Milliarden Internet-Nutzern und 200 Millionen Suchanfragen alle 24 Stunden kommen große Mengen Treibhausgase zusammen. Das Unternehmen Google reagierte auf die Untersuchung mit der Bemerkung, man nehme die Herausforderung »sehr ernst« und versuche die Energieeffizienz ständig zu verbessern.

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