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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2018
Publik-Forum Ausgabe 2/2018: 1968. Ein irres Jahr
Der Inhalt:

Digitale Zivilgesellschaft

Was kann jeder Einzelne tun? Tipps für bessere Diskussionen im Netz gibt die Autorin Ingrid Brodnig

Schweigen Sie nicht, wenn Sie sehen, dass hasserfüllte Kommentare im Netz abgegeben werden. Äußern Sie sich auch mal – so sachlich wie möglich.

Fangen Sie auf Ihrem eigenen Facebookprofil oder Ihrem eigenen Blog an: Wenn Sie merken, dass die Stimmung kippt, bitten Sie darum, sachlich zu bleiben. Es hilft, Menschen auch im Netz an gute Umgangsformen zu erinnern.

Versuchen Sie nicht in erster Linie, die Täter umzustimmen. Zeigen Sie Solidarität mit den Opfern, die online angefeindet werden. Manchmal reicht es schon zu schreiben: »Ich finde es nicht in Ordnung, was hier läuft.«

Engagieren Sie sich bei Initiativen wie #Ichbinhier oder #OrganisierteLiebe. Dort treffen Sie auf Gleichgesinnte.

Versuchen Sie nicht, besonders Hartgesottene umzustimmen. Schreiben Sie lieber in den Kommentarspalten von Online-Zeitungen, in denen Sie ein plurales Publikum vermuten und so möglichst viele Mitleser erreichen.

Lernen Sie zu akzeptieren, dass Sie nicht alle werden umstimmen können.

Versuchen Sie es mit Humor! Humor löst Aggressionen häufig auf.

Es gibt keine Pflicht zu antworten. Sie können Provokationen auch einmal unbeantwortet lassen.

Wenn Sie selbst im Netz verbal angegriffen werden, bleiben Sie nicht alleine damit. Schreiben Sie Bekannten und Freunden, was Ihnen gerade passiert.

Wenn Sie von Beleidigungen überschwemmt werden, übergeben Sie Ihrem Partner oder einer Freundin Ihren Account, sodass er oder sie die verletzendsten Kommentare