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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 2/2017
Bevor es zu spät ist
Wie junge Menschen vor gewaltbereiten Salafisten bewahrt werden können
Der Inhalt:

Personen undKonflikte

vom 27.01.2017

Justin Welby und John Sentamu, die beiden ranghöchsten Bischöfe der anglikanischen Kirche, haben sich in einem Schreiben für die Gewalt zu Beginn der Reformation in England entschuldigt. Die Reformation, die in England erst 1534 von König Heinrich VIII. nach einem Streit mit Papst Clemens VII. über die Suspendierung seiner Ehe eingeführt wurde, habe zwar eine Erneuerung eingeleitet, aber auch »bleibende Schäden« für die Einheit der Christen hinterlassen. Es gelte, Buße zu tun – auch »für unseren Anteil daran, dass diese Trennung noch andauert«.

Barack Obama, ehemaliger US-Präsident, warnte in seiner Abschiedsrede davor, sich in der eigenen Blase zu sicher zu fühlen. »Wir ziehen uns zurück in unser Viertel, auf unseren Uni-Campus, in unsere Gotteshäuser oder unsere sozialen Netzwerke, umgeben uns mit Menschen, die aussehen wie wir selbst. Die unsere politische Meinung teilen, die unsere Ansichten nie infrage stellen«, sagte er. »Demokratie ist immer dann gefährdet, wenn man sich ihrer sicher glaubt.«

Albert Ginthör, Geiger und Mitglied des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München, hat am 20. Januar gemeinsam mit seinem Kollegen, dem afghanischen Künstler Ahmad Shakib Pouya, ein Flugzeug nach Kabul bestiegen. Obwohl die zuständige Härtefallkommission über Pouyas Fall noch nicht entschieden hat, wird der »Vorzeigeflüchtling« (Publik-Forum 1/2017, Seite 10) zur Ausreise gezwungen. In Afghanistan wird er von den Taliban verfolgt. Ginthör ist als Zeichen der Solidarität mitgeflogen. Neben zahlreichen Unterstützern hatten auch der Deutsche Bühnenverein sowie die Deutsche Orchestervereinigung an den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) appelliert, Pouya Asyl zu gewähren – erfolglos.

Ronald Stephen Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses, ist enttäuscht über das gescheiterte NPD-Verbot. »Wir sollten nie vergessen, wie schnell es der NSDAP gelingen konnte, die freiheitlich-demokratische Grundordn

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