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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2021
Hinterm Horizont
Aussichten nach Corona
Der Inhalt:

Königin der Eleganz

von Birgit-Sara Fabianek vom 15.01.2021
PFplus

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Coco Chanel gilt als begabte Schöpferin ihrer eigenen Geschichte. Ein früher Verkaufsschlager von ihr war ein saloppes Jäckchen. »Mein Vermögen verdanke ich einem alten Jerseypullover«, erzählte sie später gern. Nur weil sie gefroren habe, habe sie nach einem Pullover ihres damaligen Liebhabers Boy Capel gegriffen, ihn vorne aufgeschnitten, um ihn nicht über den Kopf ziehen zu müssen, die Kanten eingefasst und ihn mit Kragen und Schleife versehen: Voilà, ein Klassiker. Geboren wurde Gabrielle Chanel im August 1883 in der Auvergne. Ihre Eltern waren fahrende Händler, die Mutter früh verstorben. Sie kam ins Waisenhaus, wurde eine begabte Näherin und eröffnete mithilfe von Boy Capel 1913 ihren ersten Salon in Paris. Es ging ihr nicht darum, zu schaffen, was ihr gefiel, sondern »es ging mir erst einmal darum, zu beseitigen, was mir nicht gefiel«. Coco Chanel befreite die Mode von Ballast und verlieh Frauen mit ihrem schnörkellosen und androgynen Look eine neue und elegante Silhouette. Ihre Materialien – Tweed, Baumwolle, Leinen, Jersey – waren das Gegenteil des alten Luxus. Mitte der 1930er-Jahre besaß sie ein Imperium mit 4000 Angestellten und 30 000 verkauften Kleidern pro Jahr. Ihr Duft Chanel No. 5 wurde zum meistverkauften Duft der Welt, ihr »kleines Schwarzes« ikonisch, ebenso wie das Chanel-Kostüm mit der kastenförmigen Jacke. Am 10. Januar 1971 starb Coco Chanel in ihrem Zimmer im Hotel »Ritz« in Paris, wo sie die letzten Jahre zurückgezogen lebte.

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