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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2021
Hinterm Horizont
Aussichten nach Corona
Der Inhalt:

Buchbesprechungen

vom 15.01.2021

oekom e. V. –
Verein für ökologische Kommunikation (Hg.)
Green New Deal
oekom. 128 Seiten. 17,95 €

Hat der Green New Deal (GND) »das Zeug zu einem neuen Gesellschaftsvertrag für die Zukunft«? Dieser Frage gehen in diesem vom Wissenschaftlichen Beirat des Bund mit herausgegebenen Readers mehrere Autoren und Autorinnen nach. Nora Löhle von der Heinrich-Böll-Stiftung zeigt auf, wie das Programm an den New Deal des US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt in der Weltwirtschaftskrise während der 1920er- und 1930er-Jahre anknüpft. Indessen werde ein Green New Deal in den Vereinigten Staaten breit, wenngleich kontrovers diskutiert. Elena Hofferberth und Matthias Schmelzer sehen die Stärke des GND darin, Instrumente einer klimafreundlichen und infrastrukturellen Erneuerung unserer Energiesysteme zu entwickeln und dies zugleich mit mehr sozialer Gerechtigkeit zu verbinden. Auch nach der Lektüre dieser Materialsammlung bleibt zu fragen, inwieweit zur Verhinderung einer Klimakatastrophe ein massiv weltweiter Ausbau von Wind- und Solarenergie sowie eine Förderung von Energieeffizienz und Speichertechniken unverzichtbar sind. Für ein solches »qualitativ«-sektorales Wachstum sprechen unter anderem ein durch die ungeheure Vielzahl an Digitalisierungsprozessen noch zunehmender Energieverbrauch und ein Menschenrecht auf Energie in unterentwickelten Ländern. Norbert Fabian

Manfred Lütz
Was hilft Psychotherapie,
Herr Kernberg?

Herder. 192 Seiten. 20 €

Eine der eindrucksvollsten von einem Psychoanalytiker verfassten Autobiografien liegt mit dem protokollierten Gespräch Otto Kernbergs mit dem Kölner Psychiater Manfred Lütz vor. 1928 in Wien geboren, schildert Kernberg seine bürgerliche Kindheit samt psychischer Krisen (»Anorexie«) und Verhaltensauffälligkeiten. Er spricht ferner über die in letzter Minute gelungene Emigration über Italien nach Chile und die bis heute relevanten Identifikationen mit Österreich-Ungarn (Kernbergs Vater war höherer Beamter im Innenministerium der K.-u.-k.-Monarchie, Otto wurde nach Otto von Habsburg benannt) und mit dem Judentum (seine zionistische Haltung). Antisemitismus begegnete ihm auch während der Berufstätigkeit in Santiago de Chile, was er als wichtiges Motiv für sein

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