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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2018
Gott neu denken
Über die Versöhnung von Glaube und Wissenschaft
Der Inhalt:

Der Letzte Brief (Vorsicht Satire!): Sehr geehrteFrau Müller-Goldschmitz

Haben Sie herzlichen Dank für die Bestellung eines jungen Sklaven (höchstens 25 Jahre alt) aus Libyen. Ich versichere Ihnen, Sie sind bei uns in guten Händen. Unser Unternehmen hat eine jahrhundertealte Tradition im Sklavenhandel. Es war war bereits bei Sklavenbeschaffungen während der Kreuzzüge aktiv, ebenso später bei der Lieferung von Sklaven aus Afrika für nordamerikanische Plantagen. Zudem haben wir Tausende von Hereros in europäische Herrschaftshäuser importiert. Ihr dringender Wunsch nach einem wohlerzogenen Arbeitssklaven für Garten- und Hausarbeiten, zum Holzhacken, Autowaschen und als Kofferträger ist nur allzu verständlich. Auch für Präsentationszwecke in der höheren Gesellschaft sind Sklaven als Hausdiener gut erziehbar. Sie erlangen mit einem gut aussehenden und gebildeten Sklaven garantiert hohe Reputation in Ihrem Bekanntenkreis. Der libysche Sklave ist übrigens anspruchslos. Ein alter Gartenschuppen mit einem Flachbildfernseher und ein Handy genügen ihm.

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass eine Lieferung von Sklaven aus Afrika nach Deutschland zurzeit nicht möglich ist, weil die Einfuhrbedingungen und Zollschranken diesen Service noch nicht zulassen. Wir versichern Ihnen aber: Wir Sklavenlieferanten arbeiten mit Hochdruck daran, dass legale Sklavenimporte bald genehmigt werden. Schließlich hat sich der Markt mit billigen Arbeitskräften aus Polen, Rumänien und Bulgarien ziemlich erschöpft. Und statt immer höhere Löhne zahlen zu müssen, ist der Kauf einer menschlichen Arbeitskraft als Eigentum doch günstiger und zudem eine nicht zu unterschätzende Wertanlage. Vor allem bei jugendlichen, halbwüchsigen Sklaven rechnet sich der Einkauf, weil diese auf dem internationalen Sklavenmarkt zurzeit zum Tagespr