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Der letzte Hort der Kritik

An der Jawaharlal-Nehru-Universität in Neu-Delhi studieren viele Kastenlose, das politische Klima ist linksliberal. Der hindu-nationalistischen Regierung ist das ein Dorn im Auge
von Dominik Müller vom 12.01.2018
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Der weitläufige Campus der Jawaharlal-Nehru-Universität (JNU) im Süden von Neu-Delhi ist eine Oase der Ruhe. Nur 8000 Studierende zählt die JNU, und sie ist dennoch von größerer gesellschaftspolitischer Bedeutung als die Delhi-Universität mit ihren knapp 400 000 Studierenden. Besonders ihre sozial- und geisteswissenschaftlichen Fakultäten gelten als die besten Südasiens. Denn dort werden die gesellschaftspolitischen Konflikte des Subkontinents bearbeitet: religiöse Konflikte, Kastendiskriminierung und Frauenunterdrückung zum Beispiel. Der amtierenden Regierung der hindu-nationalistischen Volkspartei BJP mit ihrem Motto »Indien den Hindus« und ihrem Bekenntnis zum weitgehend ungebändigten Kapitalismus ist sie jedoch ein Dorn im Auge. Und es ist deshalb nicht sicher, wie lange diese Universität noch bestehen wird.

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