Die Angst der Religionen vor der Freiheit
Respekt denen gegenüber zu zeigen, die selbst respektlos sind, das ist nicht leicht. Für Menschen, deren brüchige Identität noch dazu von einer rigiden religiösen Einstellung – oder dem, was sie dafür halten – mit bestimmt wird, kann es eine Unmöglichkeit sein. Kritik, die von tiefer Verachtung gegenüber allen Religionen geprägt ist – und Satire als deren schärfste Form –, auszuhalten, ist aber in einer freiheitlichen Gesellschaft auch von religiösen Menschen gefordert. Die Meinungs- und Pressefreiheit ist nicht nur ein hohes Gut der westlich-aufgeklärten Gesellschaften. Sie ist ihr Testfall.
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