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Von Kambodscha nach Berlin

Monika Lüke, Chefin von Amnesty International in Deutschland, setzt eigene Akzente
von Bettina Röder vom 15.01.2010
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Wenn Monika Lüke abends in ihre Wohnung in Berlin Schöneberg kommt, dann lauscht sie erst einmal: Kein Rascheln! Das heißt: kein Gecko, keine Kakerlake und keine Ratte! Die gehörten in ihrer Unterkunft in Kambodscha zum Inventar. Trotz eines, wie sie sagt, schönen kleinen Hauses inmitten von Palmen und Dattelbäumen. Sie streicht sich durch das ein wenig störrische blonde Haar, ihr Lächeln wirkt echt und verbindlich. Bis zum Sommer letzten Jahres lebte sie da. – Bis sie hier in Deutschland Generalsekretärin der deutschen Sektion von Amnesty International wurde. Vier Jahre in Kenia und dann Kambodscha haben die Juristin geprägt. Sie war für die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (gtz) in Afrika und Asien, hat mit den Menschen am Brunnen gesprochen, für ihre Wasserversorgung bei den Regierungen gekämpft, sich stark gemacht gegen die Zerstörung von Slums. Einsatz für Menschenrechte, das heißt für sie der Einsatz gegen Armut. Eine Erkenntnis, die sie in die Arbeit von Amnesty einbringt – und mit Kampagnen und Pressekonferenzen immer wieder thematisiert.

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