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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 1/2017
Weckruf für die Welt
Wie weiter unter Donald Trump?
Der Inhalt:

»Wir wehren uns gegen den weißen Nationalismus«

von Jim Wallis vom 13.01.2017
In den USA hat Jim Wallis, der Vordenker vieler sozialkritischer Christen, einen Zehn-Punkte-Plan für den Widerstand gegen Trump vorgestellt
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1. Wir werden den Glauben vertiefen: Diese Zeiten verlangen von uns einen moralischen Kompass. Wir müssen dabei reflektieren, statt auf brüchige Sicherheiten zu setzen. Es reicht nicht, einfach zu glauben. Es braucht tätige Praxis. Nötig ist Mut, aber auch Demut. Lesen und studieren wir die Worte von Jesus. Folgen wir einem multiethnischen und global orientierten Glauben. Wie der Prophet Micha sagte: »Praktiziere Gerechtigkeit, liebe die Güte und folge Gott in Demut.«

2. Wir werden die Wahrheit betonen: Halten wir uns in Diskussionen über Einwanderer, Flüchtlinge, Muslime, Unterschiede zwischen Rassen und die nationale Sicherheit immer an die Fakten und flüchten nicht in Angst. Wir brauchen dringend Erzählungen über ein Amerika als Heimat verschiedener Ethnien, da wir auf eine Zukunft zusteuern, in der die USA keine Nation mit weißer Mehrheit mehr sein werden.

3. Wir werden uns gegen den weißen Nationalismus wehren: Für uns sind Rassismus und Fremdenfeindlichkeit Sünden an unseren Nachbarn und an Gott, der uns nach seinem Ebenbild schuf. Wir alle müssen dafür sorgen, dass sich unsere Nation in die Zukunft bewegt und nicht in die Vergangenheit. Nehmen wir deshalb Verschiedenheit als Geschenk an, als Segen und große Chance für unsere Nation.

4. Wir werden unsere Nachbarn vor Hassreden und Angriffen schützen: Wir unterstützen Bevölkerungsgruppen, die in Angst leben, weil sie zur Zielscheibe von Rassenhass wurden. Insbesondere stehen wir an der Seite von Eltern, die sich um die Sicherheit ihrer farbigen Kinder sorgen. Wehren wir uns gegen jedwede Hassrede, gegen wen sie sich auch auch immer richtet: ethnische und religiöse Minderheiten, Frauen, Homosexuelle, Einwanderer und Gruppen, die an den Rand gedrängt werden.

5. Wir werden Fremde willkommen heißen: Wir werden uns gegen die geplante Massenabschiebung von Einwanderern zur Wehr setzen, die gesetzestreue und hart arbeitende Mitglieder unserer Gemeinschaften sind. Wir müssen Einwanderer und ihre Familien in unsere Gemeinden einladen, um sie zu schützen. Wir werden Staatsbeamte aufrufen, sich nicht an der Registrierung von Einwanderern zu beteiligen – und die Polizei im Zweifel zwingen, die Einwanderer in unseren Kirchen zu v

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