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Vor dem großen Hunger

Die Menschen haben die Mittel, um alle Erdbewohner zu ernähren. Doch sie nutzen sie nicht. Wolfgang Kessler über die Gründe für die drohende humanitäre Katastrophe in Afrika
Somalia: Bürgerkrieg und Dürre machen Getreideanbau und Viehzucht unmöglich (Foto: pa/Anna Mayumi Kerber)
Somalia: Bürgerkrieg und Dürre machen Getreideanbau und Viehzucht unmöglich (Foto: pa/Anna Mayumi Kerber)

Die Welt steht vor der größten humanitären Katastrophe seit Jahrzehnten, und die Mächtigen schauen ungerührt zu. In mehreren Staaten Afrikas könnten in den kommenden Monaten zwanzig Millionen Menschen einen grausamen Hungertod sterben. Eine brutale Tragödie deutet sich an – von Menschen gemacht.

»Wir verfügen über alle Mittel, den Hunger heute aus der Welt zu schaffen. Die Enttäuschung liegt darin, dass wir es nicht tun«, schrieb der argentinische Journalist Martín Capparós vor eineinhalb Jahren in seinem 845 Seiten starken Werk »Der Hunger«. Sein Beleg für diese These gilt auch heute noch: »In den letzten fünfzig Jahren hat sich die Weltbevölke

Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2017
Was heißt Auferstehung?
Ein Gespräch mit dem Schriftsteller Patrick Roth und der Theologin Margareta Gruber
Der Inhalt:
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