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Öko-Wende gegen Geisterfahrer

von Wolfgang Kessler 02.06.2017
Trump hat gesprochen: Die USA steigen aus dem Pariser Klimaabkommen aus. Doch die besorgten Regierungen der Welt könnten den US-Präsidenten und andere Öko-Ignoranten noch immer zu einer klimafreundlichen Politik bringen – wenn sie es denn wollten. Kesslers Kolumne
Der US-Präsident liebt sie heiß und innig: Kohlekraftwerke (links) sollen künftig wieder eine wichtige Rolle in den USA spielen. "Wir brauchen eine Öko-Wende gegen Geisterfahrer wie Trump", sagt Wolfgang Kessler (rechts). (Foto. pa/Giles)
Der US-Präsident liebt sie heiß und innig: Kohlekraftwerke (links) sollen künftig wieder eine wichtige Rolle in den USA spielen. "Wir brauchen eine Öko-Wende gegen Geisterfahrer wie Trump", sagt Wolfgang Kessler (rechts). (Foto. pa/Giles)

US-Präsident Donald Trump hat seine Ankündigung aus dem Wahlkampf wahr gemacht. Klar: Das bedeutet noch nicht das Ende des globalen Klimaschutzes – wenn die anderen Staaten eine konsequente Klimapolitik betreiben. Doch das Problem ist: Eine Politik, die die Volkswirtschaft konsequent klimafreundlich umgestaltet, wird nirgendwo betrieben, auch in Europa nicht. Doch genau diese Klimawende wäre jetzt die große Chance gegen Öko-Ignoranten à la Trump.

Noch bleibt Zeit. Denn die USA können frühestens drei Jahre nach Inkrafttreten des Pariser Klimaabkommens den Austritt erklären. Das wäre im November 2019. Der Austritt würde dann im November 2020 in Kraft treten – pikanterweise zur nächsten Präsidentenwahl. Genug Zeit also für die anderen Staaten, ihre Klimaschutzpolitik zu verstärken, und dies sogar zusammen mit einigen US-Bundesstaaten.