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Eine schockierende Nachricht

von Elisabeth Zoll vom 10.05.2012
Gerade habe ich meinen Laptop ausgeschaltet - da änderte sich die Situation. TV-Sender melden, dass die ägyptische Präsidentschaftswahl verschoben werden muss. Die Information ist in der Luft - und wird wenig später dementiert. Was soll ich glauben?
Elisabeth Zoll reist bis zum 12. Mai 2012 durch Ägypten. Wenige Tage vor den entscheidenden Präsidentschaftswahlen ist das Land im Ausnahmezustand. Unruhen begleiten die Vorbereitung der Wahl, die Ägypten in die Demokratie führen soll. (Fotos: pa/dpa/Khaled Elfiqi; Pressefoto Zoll)
Elisabeth Zoll reist bis zum 12. Mai 2012 durch Ägypten. Wenige Tage vor den entscheidenden Präsidentschaftswahlen ist das Land im Ausnahmezustand. Unruhen begleiten die Vorbereitung der Wahl, die Ägypten in die Demokratie führen soll. (Fotos: pa/dpa/Khaled Elfiqi; Pressefoto Zoll)
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Ein Gericht in Al-Qalyubiyya habe das Verschieben am Mittwochabend beschlossen, heißt es im Fernseher. Wesentliche Voraussetzungen für die Wahl am 23. Mai 2012 seien nicht erfüllt. So müsse zuerst eine Verfassung verabschiedet werden, die unter anderem die Befugnisse eines neuen Präsidenten bestimme. Wenige Stunden später wird dementiert: Der Militärrat verkündet, dass die Präsidentschaftswahlen stattfinden werden - Urteil hin, Urteil her.

Der ständige Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung ist für die Ägypter zermürbend. Man weiß nie, ob die Nachricht vom Morgen am Abend noch gültig ist. Von einer Minute zur anderen ist das Misstrauen da - jeder gegen jeden.

Dass die Wahlen stattfinden, ist für das Klima im Land wichtig. Viele hoffen, dass danach eine Phase der Ruhe kommt, in der sich Ägypten auch wirtschaftlich wie

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Heinz Pütter
29.08.2012
Ägypten ist ein wichtiges Land. Andererseits ist es kein Zentrum der Ölförderung. Für Ägypten, Tunesien und andere Staaten dieser Kategorie gelten bestimmte Spielregeln, die regelmäßig angewendet werden - so regelmäßig, dass man schon fast ein Genie sein müsste, um sie NICHT zu sehen. Was die Lieblingsdiktatoren angeht: Falls Sie vorhaben, in den diplomatischen Dienst zu gehen, nehmen Sie sich folgende Lektion zu Herzen: Wenn ein Lieblingsdiktator (der USA) in Schwierigkeiten gerät, gilt es, ihn zu unterstützen, solange es möglich ist - mit aller Kraft, solange es möglich ist. Ist es nicht mehr möglich, ihn zu unterstützen, weil sich zum Beispiel die Armee oder die Geschäftswelt gegen ihn gewendet hat, schicken Sie ihn in die Wüste. Das ist der Zeitpunkt für vollmundige Erklärungen. Sagen Sie, wie sehr Sie die Demokratie lieben. Gleichzeitig sollten sie versuchen, das alte Regime wiederherzustellen - vielleicht mit anderen, neuen, Namen.