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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 18/2016
Ein letztes Fest?
Der Protestantismus feiert die Reformation
Der Inhalt:

Aus für den Diesel?

von Barbara Tambour vom 23.09.2016
Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe über die Folgen des Abgasskandals, über Fahrverbote für Dieselfahrzeuge und Drohbriefe an die Aufklärer
 In Stuttgart, Frankfurt und in vielen anderen Städten werden Diesel-Fahrverbote kommen, sagt Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (Foto: pa/Gabbert)
In Stuttgart, Frankfurt und in vielen anderen Städten werden Diesel-Fahrverbote kommen, sagt Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (Foto: pa/Gabbert)

Publik-Forum: Vor einem Jahr wurde bekannt, dass Dieselautos von VW Abgas-Grenzwerte nur auf dem Prüfstand einhalten, nicht aber auf der Straße. Wie viele Autos wurden seitdem in Deutschland zurückgerufen und umgerüstet?

Jürgen Resch: VW hält das geheim, deshalb wissen wir weder, wie viele umgerüstet wurden, noch, was bei ihnen gemacht wurde. Und von den 630 000 Dieselautos anderer Hersteller, die laut Verkehrsminister Alexander Dobrindt zurückgerufen werden müssten, ist noch kein einziges zurückgerufen worden.

Was ist das Problem mit diesen Abgasen?

Resch: Dieselautos verursachen Stickstoffdioxid, das ist der Umweltschadstoff Nummer eins. 10 400 vorzeitige Todesfälle im Jahr in Deutschland gehen darauf zurück. Hunderttausende Kinder, Alte und Menschen mit empfindlichen Lungen erkranken deswegen an Asthma oder an Allergien. Zudem befördert es Ozon und Überdüngung.

Was hat die Politik im vergangenen Jahr getan, um die Stickstoffdioxid-Belastung in den Städten zu senken?

Resch: Nichts. Denn die Automobilindustrie verbietet es ihr. Die Bundesregierung entscheidet seit Jahren nicht über Luftreinhalte-Normen. Sie ist nicht in der Lage oder nicht willens, gegen die Interessen der Automobilindustrie vorzugehen.

In Düsseldorf hat die Deutsche Umwelthilfe jetzt erfolgreich geklagt, weil dort die Luftqualitätswerte überschritten werden. Muss Düsseldorf jetzt Dieselautos aus der Innenstadt verbannen?

Resch: Ja, so wird es kommen. Die Stadt hat bis Neujahr 2018 Zeit, dies zu regeln und – wenn

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