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Geist und Sinn
Der Heilige Franziskus, befreit vom Klischee

Transkribierte Vogelstimmen und eine kiloschwere Partitur: Die Oper »Saint François d’Assise« galt als unaufführbar. Ihr Erfolg in Salzburg zeigt nun, wie christliche Mystik die Kultur bereichert.
von Rainer Hepler vom 29.09.2026 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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Der Aussätzige wäscht den sterbenden Heiligen. Szene aus »Saint Francois d’Assise« bei den diesjährigen Salzburger Festspielen (Foto: Salzburger Festspiele/Monika Rittershaus)
Der Aussätzige wäscht den sterbenden Heiligen. Szene aus »Saint Francois d’Assise« bei den diesjährigen Salzburger Festspielen (Foto: Salzburger Festspiele/Monika Rittershaus)

Olivier Messiaens Oper »Saint François d’Assise« gilt eigentlich als unaufführbar. Allzu groß ist die Besetzung, die in keinem Orchestergraben Platz zu finden vermag. Dazu kommt die unendliche Vielfalt von durcheinander klingenden Stimmen. Messiaen hat zahlreiche Reisen unternommen, um Vogelstimmen aufzunehmen und zu transkribieren. So erklingen bei der Szene der Vogelpredigt 200 sich überlagernde Melodien mit unterschiedlichen Tempi. Die Partitur der Oper umfasst 1500 Seiten und wiegt 18,5 Kilo. Ein in jeder Hinsicht epochales Werk.

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Schlagwort: Oper
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