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Tschechische Untergrund-Priesterin gestorben

vom 22.09.2026 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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(Foto via Internet: therevleon.substack.com)
(Foto via Internet: therevleon.substack.com)

Ludmila Javorová, Priesterin der katholischen Untergrundkirche in der bis 1989 kommunistischen Tschechoslowakei, ist im Alter von 94 Jahren gestorben. Javorová war 1970 von dem ebenfalls geheim, aber kirchenrechtlich korrekt bestellten Bischof Felix Maria Davídek (1921-1988) geweiht und faktisch zur Generalvikarin ernannt worden. Ziel war es, kirchliche Strukturen unter strenger staatlicher Verfolgung aufrechtzuerhalten und – durch zivile Berufstätigkeit getarnt – die Seelsorge sicherzustellen. Der Vatikan erklärte Javorovás Weihe nach der Wende für ungültig. Der Brünner Bischof Pavel Konzbul würdigte Javorová als »außergewöhnliche Frau«, die ihr Leben aufopferungsvoll dem Dienst an Mensch und Kirche gewidmet habe. Javorová gehörte zum engsten Mitarbeiterkreis Davídeks, der wegen seiner kirchlichen Tätigkeit 14 Jahre in Haft saß. Sie wirkte an der Organisation des Theologiestudiums und der Vorbereitung von Priesteramtskandidaten für die Weihe mit. Nach 1989 arbeitete sie als Religionslehrerin und in der Gemeinde. Trotz der Absage aus Rom hielt sie immer an ihrer Weihe und daran fest, zum Priestertum berufen zu sein.

Dieser Artikel stammt aus Publik-Forum 18/2026 vom 25.09.2026, Seite 39
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