Ein Tässchen Mokka, bitte
Sport ist das beste Mittel gegen Blödsinn. Wer allerdings meint, dass die Schule unwichtig ist, der fliegt hier auch ganz schnell wieder raus«, sagt Mecit Besiroglu und korrigiert die Haltung eines seiner Schüler. Jetzt geht es richtig zur Sache. Jungen unterschiedlichen Alters schlagen mit dicken Boxhandschuhen auf lange gelbe, schwarze oder rote Sandsäcke. Jeder Schlag wird begleitet von einem dumpfen Geräusch: puff, paff, puff. Die Kleinen legen sich mächtig ins Zeug, um die schweren Säcke ins Schwingen zu bringen. Dazwischen steht der stämmig-kraftvolle 64-Jährige in Jeans und grauem Sweatshirt und gibt Anweisungen: »Nimm die Fäuste höher. Ja, so ist es richtig.« Mecit Besiroglu ist stolz auf seine Jugendlichen, die fast alle einen Migrationshintergrund haben. »Diese Boxhalle ist seit 1977 meine Moschee und meine Kirche. Ich habe schon Tausende Jugendliche von der Straße geholt. Die Jungs brauchen Disziplin und Respekt. Beides lernen sie hier«, sagt der ehemalige türkische Vizemeister im Amateurboxen.
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