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Die Fährfrau

Gabriele Haefs ist Übersetzerin – sie bringt Leser von einem Sprachufer zum anderen. Ihre Arbeit wird unterschätzt und schlecht bezahlt. Zur Buchmesse erscheint ihr jüngstes Werk
von Josefine Janert vom 09.10.2015
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Unbemerkt betritt Gabriele Haefs das Buch-Café Jussi in Hamburg. Sie ist Anfang sechzig, das glatte, braune Haar trägt sie schulterlang. Niemand spricht sie an, nur die Buchhändlerin erkennt ihr Gesicht: »Cappuccino, Gabriele?« Haefs ist eine der Großen ihres Faches, viele Menschen, die hier ins Café kommen, haben ihre Werke gelesen – und kennen ihren Namen dennoch nicht.

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