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»Fliegen ist wunderbar«

Einmal ein Marienkäfer sein – und ins Unendliche schweben! Im Film lebt Bruno Ganz das Leben des Journalisten Tiziano Terzani. Und er spielt sein Sterben. Ein Leib- und Seele-Gespräch
von Irene Dänzer-Vanotti vom 08.10.2010
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Tiziano Terzani war Florentiner, Abenteurer, Kommunist, Buddhist und Journalist. Verheißung und Bankrott des Kommunismus hat der Italiener als Reporter des Spiegel mehr als dreißig Jahre lang in Asien miterlebt; er starb 2004. Als ihm ein Wahrsager riet, ein Jahr lang nicht zu fliegen, reiste er auf Straßen und Schienen durch Asien, fuhr mit dem Zug von Indien nach Italien zum Geburtstag seiner Mutter. Und schrieb ein Buch über asiatische Gurus. Als er an Krebs erkrankte und Chemotherapien bei New Yorker Spezialisten ihm nicht zur Genesung verhalfen, zog er sich in den Himalaja zurück, nur gelegentlich begleitet von einem alten buddhistischen Mönch. Die Einsamkeit, die Natur, der Blick auf die Berge – das alles hat Terzani in ein »Leben für den Augenblick« geführt. Als er merkte, dass er nur noch wenige Wochen zu leben hatte, kehrte er zurück in die Toskana, rief seinen Sohn Folco und erzählte ihm sein Leben. Folco Terzani hat daraus ein Buch gemacht, das zur Grundlage des Filmes »Das Ende ist mein Anfang« wurde. Er läuft jetzt in deutschen Kinos an. Bruno Ganz spielt Tiziano Terzani, spricht dessen Lebenserzählung. Aber darüber reden? Ganz gibt ungern Interviews. Einmal hat er auf alle Fragen einer Reporterin geschwiegen. Wenn man ihm gegenübersitzt, vermittelt sich diese Scheu. Warum ihn auch fragen? Er ist ja gerade Schauspieler geworden, weil er aufgehen möchte im Leben der anderen.

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