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Die Stunde der Wahrheit

Währungskrise: Es reicht nicht, immer nur altenWein in neue Schläuche zu gießen. Was den Euro wirklich retten kann
von Wolfgang Kessler vom 27.07.2011
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Sollen wir für unsere Ersparnisse ein Haus kaufen, oder Gold oder Schweizer Franken? Diese Fragen stellen sich zurzeit viele Bürger. Achtzig Prozent der Bürger fürchten um den Wert des Euro, sagt das ZDF-Politikbarometer. Diese Angst ist verständlich. Seit vielen Monaten ächzt der Euro unter den hohen Schulden von Griechenland, Irland, Portugal und Spanien – auch Italien geriet in die Schlagzeilen. Dabei ist die Politik nicht untätig. Merkel, Sarkozy und Co. treffen sich ständig, verpacken dreistellige Milliardenbeträge in Hilfspaketen – und wirken doch rat- und hilflos. Die Bürger spüren, dass die Politiker Getriebene des Finanzsystems, Getriebene von Spekulanten und Ratingagenturen sind. Sie flüchten bisher allzu gerne in jene Wirtschaftspolitik, die schon bekannt ist: Bürger werden mit Rettungsfonds beschwichtigt, Banken und Investoren geschützt und allenfalls kosmetisch an den Kosten der Krise beteiligt – und die Krise in erster Linie den Rentnern und den Beschäftigten der Schuldnerländer aufgebürdet. Erst beim jüngsten Gipfel in Brüssel wurden neue Lösungsschritte wenigstens angedacht, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

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