Onkel Drewermann, der Teufel Erwin und die Anonymen Esoteriker
Er stammt aus dem in der Rheinebene gelegenen südbadischen »Schtädtle« Kippenheim (»Ki´bbene«). In jener Region im Erzbistum Freiburg war und ist ein rustikaler, bodenständig kleinbürgerlicher Katholizismus zu Hause. Wollte man diesen Glauben etikettieren, käme man auf die Formel »konservativ-liberal«. Der Kabarettist Othmar Traber verschweigt diese seine Wurzeln nicht. Im Gegenteil: In mancher seiner Star-Rollen gibt der Kabarettist, der seine ersten Auftritte in den 70er Jahren einst bei der Kippenheimer Pfarr-Fasnet absolvierte, den Deutsch-Südwest-Provinzler, einen selbstbewussten christlichen Kleinbürger in all seiner komischen Herrlichkeit. Frei nach dem Motto: »Seit es die DDR nicht mehr gibt, ist die katholische Kirche das einzige verbleibende kabarettistische Eldorado im deutschsprachigen Raum.« Doch Traber klagt: »Leider ist die Lachfähigkeit der katholischen Restmenge sehr beschränkt. Sozialpsychologen sagen, im Zustand der Agonie sei der Abwehrkampf das Überlebensprinzip ...« Der Rest dieses Satzes bleibt unformuliert, und manchem unter den Zuhörern bleibt das befreiende Lachen im Halse stecken.
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