Sonntags zapft der Pfarrer
Wenn draußen der kalte Winterwind bläst, ist es im Himmel besonders gemütlich. Der »Kreuzberger Himmel« ist ein erst wenige Wochen altes Restaurant in Berlin-Kreuzberg. Es befindet sich neben der katholischen Bonifatiuskirche in den Räumen eines ehemaligen Bekleidungsgeschäfts. In einem Lokal dieses Namens gleitet der Blick als Erstes nach oben. An der Decke des »Kreuzberger Himmels« segeln weiße Schäfchenwolken auf blauem Grund. Sie erinnern an wärmeres Wetter. Die Speisekarte lädt zu Köstlichkeiten aus der Klosterküche ein – ebenfalls mit himmlischen Bezügen. So gibt es – als sei man in Köln – »Himmel un Äd met Blotwoosch« und »Nonnenfürzchen« – heiß serviertes Gebäck mit Weinschaum. Die cremige Kräutersuppe »Abtei Marienstatt« ist großzügig bestreut mit Sauerampfer, Spitzwegerich und einem Kräutlein namens »Fette Henne«. Die Kellnerin erzählt, dass das Grünzeug von einem Hof im Land Brandenburg stammt.
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