Gabriel Romanelli
Gabriel Romanelli, Pfarrer der katholischen Pfarrei in Gaza, wertete die Wiedereröffnung einer katholischen Schule in dem vom Krieg zerstörten Landstrich als Hoffnungszeichen.
»Für mich ist die Schule ein Licht in derDunkelheit«, sagte Romanelli. »Wenn die Menschen die Kinder und Jugendlichen zur Schule kommen sehen, zeigt ihnen das, dass es eine Zukunft gibt«.
Die einzige christliche Bildungseinrichtung im Gazastreifen war drei Jahre lang geschlossen. Das Hilfswerk »Kirche in Not« berichtete über die Wiedereröffnung. Rund 1000 Schülerinnen und Schüler lernen dort, nur etwa 130 von ihnen sind christlich. Noch bis vor wenigen Monaten hätten rund 450 Binnenvertriebene in dem Schulgebäude Schutz gesucht.
Der Krieg habe tiefe seelische Spuren hinterlassen, sagte Pater Romanelli. Deshalb sollen psychologische Begleitung und Traumahilfe künftig einen festen Platz im Schulalltag erhalten. »Jeder in Gaza trägt schwere Traumata mit sich«, so Romanelli.
Von den Kindern höre er immer wieder: »Wir haben keinen Ort, an den wir gehen können«, sagte Romanelli. Die Schule soll daher mehr sein als ein Ort des Unterrichts und auch nach Schulschluss Freizeitaktivitäten anbieten.
Vor Beginn des Kriegs 2023 gab es im Gazastreifen den Angaben zufolge fünf christliche Schulen: drei in katholischer, eine in orthodoxer und eine in evangelischer Trägerschaft.

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