Annegret Kramp-Karrenbauer
Der Ukraine-Krieg ist aus Sicht von Annegret Kramp-Karrenbauer, der Vorsitzenden der Konrad-Adenauer-Stiftung, auch ein Kampf gegen die Kultur und Geschichte der Ukraine. Es sei »pure bösartige Absicht«, dass Ziele der zerstörerischen Attacken auch kulturelle Einrichtungen, Archive und Museen seien, sagte Annegret Kramp-Karrenbauer in Berlin. »Es ist ein Krieg gegen das Existenzrecht eines ganzen Landes, gegen das kulturelle Gedächtnis dieses Landes.« Zum Menschsein gehöre das Erinnern. Erinnern bedeute dabei immer, dass man Aspekte auswähle, andere verdränge. Das gelte sowohl im Privaten als auch im Öffentlichen. Und das mache die öffentliche Deutungshoheit aus. Der Umgang mit der Geschichte müsse wissenschaftlich fundiert und faktenbasiert sein. Er dürfe aber nicht wertneutral gegenüber den demokratischen Grundrechten sein. In heutigen Zeiten gehe es auch oft um einen Kampf gegen Desinformation. Quellen in Archiven und darüber hinaus hätten in diesen Zeiten eine ungeheure Bedeutung. Sie seien unverfälschte Grundlagen.

Personen und Konflikte