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Andreas Lob-Hüdepohl

Der Theologe plädiert für eine strengere Regulierung von Künstlicher Intelligenz und eine unabhängige Überprüfung. Dabei verweist er auf den Papst.
vom 16.09.2026 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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Fordert eine politisch durchgesetzte und klare Regulierung von KI: Andreas Lob-Hüdepohl. (Foto: kna/Gordon Welters)
Fordert eine politisch durchgesetzte und klare Regulierung von KI: Andreas Lob-Hüdepohl. (Foto: kna/Gordon Welters)

Der Theologe und Ethiker Andreas Lob-Hüdepohl ruft dazu auf, Warnungen aus führenden Unternehmen der Künstlichen Intelligenz (KI) ernst zu nehmen und auf eine Verlangsamung der Entwicklung zu drängen. Es sei ein wichtiger Schritt, dass seriöse und unabhängige Experten die Cybersicherheit prüften, sagte Lob-Hüdepohl in Berlin. Mehrere KI-Pioniere in den USA hatten am Wochenende auf Risiken hingewiesen und für eine Verlangsamung des Fortschritts plädiert.

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Derzeit werde KI eher gezüchtet, als dass sie detailliert gestaltet werde, so Lob-Hüdepohl weiter. Es würden lediglich Ausgangsbedingungen und gewisse Entwicklungsbahnen vorgegeben, dann solle sich die KI selbst entwickeln. Das sei zu wenig. Tech-Unternehmen sollten unabhängigen Kontrolleuren Zugang zum Innenleben ihrer Entwicklungsabteilungen gewähren.

Zudem brauche es eine politisch durchgesetzte und klare Regulierung. Es sei bemerkenswert, dass Deutschland und die EU noch vor Jahren belächelt oder als Naivlinge bezeichnet worden seien, als sie sich für Regulierungen aussprachen. Der europäische AI Act stehe nun als Vorbild für einen verantwortungsvollen Einsatz von KI. Dieser müsse nun stetig weiterentwickelt werden.

Lob-Hüdepohl verwies auch auf die Enzyklika zu KI von Papst Leo XIV. Eine Regulierung reiche für den Papst nicht aus. Die KI müsse »entwaffnet und lebensfreundlich gestaltet werden«, zitierte Lob-Hüdepohl den Papst. Das bedeute nicht, sie zu verteufeln, sondern zu verhindern, dass sie den Menschen beherrsche.

Ihn empöre besonders die scheinbare Leichtfertigkeit, mit der über eine gewisse Wahrscheinlichkeit räsoniert werde, dass KI in einigen Jahren die Menschheit auslöschen könne, so Lob-Hüdepohl weiter. Wer das durch sein Tun oder Unterlassen wirklich ernstlich befürchte, der müsste sofort jede weitere Entwicklung einstellen, notfalls auf staatliche Anordnung und mit polizeilichen Mitteln durchgesetzt, so der Theologe.

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