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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 4/2014
Der Superpapst
Franziskus begeistert – doch wohin steuert er die Kirche?
Der Inhalt:

Endlich Vertrauen im Kopf

Unsere Werte und Normen sind geprägt von Angst. Die Religion hat sie über Jahrhunderte kultiviert. Doch die Evolution hat begonnen, aus gehorsamen Bürgern offene Menschen zu machen
Vertrauen in der Seele zu verankern, bedeutet einen Umbauprozess im Gehirn. Die Evolution hat uns über Jahrhunderte auf »Angst«  programmiert: Dazu hat auch die kulturelle Übermacht »Christentum« beigetragen. (Foto: Jenner/Fotolia)
Vertrauen in der Seele zu verankern, bedeutet einen Umbauprozess im Gehirn. Die Evolution hat uns über Jahrhunderte auf »Angst« programmiert: Dazu hat auch die kulturelle Übermacht »Christentum« beigetragen. (Foto: Jenner/Fotolia)

Die Frage, wie der christliche Glaube an kommende Generationen weitergegeben werden kann, wird inzwischen als entscheidend für ein Christentum von morgen erkannt und diskutiert. Und doch hat man den Eindruck, es handle sich noch immer um eine Diskussion im Binnenraum des traditionellen christlichen Milieus.

Diese Engführung wird erst dann überschritten, wenn diese Frage in einen größeren Kontext gestellt wird, nämlich den der Evolution des Menschen. Wie geschieht Weitergabe von kulturellen Werten, Normen und Vorstellungen überhaupt?

Vor einigen Jahren haben zwei Forscherinnen, Eva Jablonka and Marion J. Lamb, eine umfangreiche Studie vorgelegt (»Evolution in Four Dimensions. Genetic, Epigenetic, Behavioral and Symbolic Variation in the History of Life«, London 2005), in der sie beschreiben, wie die Entwicklung des Le