»Die heilige Pflicht zur Zwangsarbeit«

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Frau Nijasowa, Ihre Menschenrechtsorganisation hat in diesen Tagen einen Bericht über die Zwangsarbeit auf den Baumwollfeldern in Usbekistan veröffentlicht. Worum geht es?
Umida Nijasowa: Um die menschenverachtenden Zustände auf den Feldern während der Baumwollernte, die für einen kleine Regierungselite Quelle des Wohlstands ist. Allein 2011 nahm sie über eine Milliarde Euro durch den Baumwollexport ein. Das ist aber nur möglich, weil jedes Jahr mehrere Millionen Menschen, darunter zwei Million Kinder, zwangsweise auf den usbekischen Baumwollfeldern bei den Erntearbeiten eingesetzt werden.
Unter welchen Bedingungen?
Nijasowa: Was wir in Usbekistan erleben, ist eine Mischung, die einerseits an das System S
Umida Nijasowa (37) ist eine usbekische Journalistin und Menschenrechtlerin. Nach ihrem Bericht »Im Regen der Gewehrkugeln« im Jahre 2005 beschuldigten Menschenrechtsorganisationen die usbekische Regierung eines Massakers an Hunderten friedlicher Demonstranten. 2007 wurde sie verhaftet und verbrachte vier Monate in einem Foltergefängnis, bevor sie nach Deutschland ausreisen konnte. Sie ist Sprecherin der Menschenrechtsorganisation »Uzbek-German Forum for Human Rights«.
