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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2014
Bildung statt Bologna!
Was die europäische Studienreform angerichtet hat
Der Inhalt:

Wege gegen Widerstände

Hürden durch die Schulen: Studie über die Karrieren von Einwandererkindern

Für die Kinder der einstigen »Gastarbeiter« aus der Türkei ist der Weg zum schulischen und beruflichen Erfolg immer noch voller Hürden. Soziale Aufsteiger aus dieser Gruppe hätten meist auf Umwegen Karriere gemacht, heißt es in einer in Essen vorgestellten Studie. Erhebliche Benachteiligungen erlebten die Folgegenerationen türkischer Einwanderer vor allem im Bildungssystem und in der Arbeitswelt.

Sozialer Aufstieg sei für die meisten »ein Weg gegen ganz viele Widerstände«, sagte Migrationsforscher Andreas Pott. Diejenigen, die eine berufliche Karriere geschafft haben, hätten dies meist ihrer eigenen Hartnäckigkeit, der Unterstützung ihrer Familien, einzelnen Förderern und oft auch Zufällen zu verdanken.

Der Leiter des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien an der Universität Osnabrück stellte die Ergebnisse der Studie Pathways to Success (Pfade zum Erfolg) vor. Dafür befragten die Forscher mehr als siebzig soziale Aufsteiger aus türkischstämmigen Familien im Ruhrgebiet, Berlin und Frankfurt am Main. Darunter waren Juristen, Lehrer, selbstständige Unternehmer und leitende Angestellte.

Als besonders hohe Hürde erwies sich demnach das Schulsystem. Viele Interviewpartner berichteten, dass ihre Schulen weder Interesse noch Glauben an ihre Talente gezeigt hätten, sagte Pott. Mehr als die Hälfte der Befragten, die ein Gymnasium besuchten, hatte zuvor keine Empfehlung für diese Schulform bekommen. Positiv hätten sich Gesamtschulen ausgewirkt.

Auch beim Weg in den Beruf machten die Forscher Widerstände aus. So würden türkischstämmige Juristen bei der Bewertung im zweiten Staat