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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 22/2013
Konzerne im Klassenzimmer
Wie die Wirtschaft Einfluss auf die Schule nimmt
Der Inhalt:

Die Kirche und ihr Geld

vom 22.11.2013

Zu: »Limburg ist überall« (20/13)

Schön, dass Sie mit der Illusion aufräumen, Tebartz-van Elst sei ein bedauernswerter Einzelgänger. Der Limburger Bischof war für einige Jahre stilbildende Identifikationsfigur für viele andere Priester. Pastoralreferenten, die mit solchen Vorgesetzten zusammenarbeiten, dürfen in ihren Dienstbesprechungen immer wieder ausführlich über die Qualität von Smartphones, hochpreisigen Weinen oder Nobelkarossen spekulieren. Wer als Klinikseelsorger in einem solchen Kontext arbeitet, muss sich gleichzeitig darauf vorbereiten, dass er gesagt bekommt, er solle nicht so viel Zeit mit schwer kranken oder sterbenden Kindern verbringen. Die Ökonomie des Bistums mache es notwendig, dass Klinikseelsorger ihren Dienst auf erwachsene Kranke fokussieren, die gesund werden und später wieder als Kirchensteuerzahler ihren Beitrag zum Bistumshaushalt leisten. Für eine Seelsorge an kranken Kindern stünden die Mittel leider nicht zur Verfügung. Man braucht viel Hoffnung, wenn man erwartet, dass es noch vor der Abschaffung des Kirchensteuersystems in Deutschland zu einem Umdenken in der katholischen Kirche kommt.

Rüdiger Keimer, ehemaliger Pastoralreferent, Köln

Die meiner Meinung nach unbegründete negative Analyse, mit der Barbara Tambour und Hartmut Meesmann den Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann mit Behauptungen bezichtigen wie: er höre nicht auf den Rat seiner Führungskräfte, er treffe keine Entscheidungen mehr, klebe an seinem Amt, verletzt nicht nur die Person unseres Mainzer Bischofs, sondern ebenso seine Diözesanen, die ihren Bischof seit nunmehr dreißig Jahren ehren und achten. Die erhobenen Vorwürfe stimmen mit der Wirklichkeit nicht überein. Die beiden Redakteure gründen diese Aussagen auf »einen langjährigen Priester«, ohne dessen Name zu nennen. Ist das sauberer journalistischer Stil?

Günther Friedrich, Gensingen

Ich bin dafür, dass Franz-Peter Tebartz-van Elst als Bischof von Limburg im Amt bleibt. Denn wer könnte den »Niedergang des Klerikalismus« überzeugender und beeindruckender darstellen als er. Schon der Pfarrer vor Ort besitzt das unantastbare »jus docendi, sanctificandi et regendi«. Erst recht kann das natürlich der Bischof für sich in Anspruch nehmen. Jeglicher Rat und sämtliche Räte sind eigentlich überflüssig, ob auf Pfarr- oder Bistumsebene

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