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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2012
Wenn es den Himmel gäbe
Gott in der Literatur der Gegenwart
Der Inhalt:

Die Religion der Mörder

von Hartmut Meesmann vom 05.10.2012
Ohne Aufklärung und Vernunft wird der Glaube pervertiert

Religiosität kann eine ziemlich lächerliche Angelegenheit sein. Oder eine perverse, ja sogar eine mörderische. Wenn der pakistanische Eisenbahnminister Ghulam Ahmed Bilour jenem 100 000 Dollar verspricht, der den Urheber des Schmäh-Videos über den Propheten Mohammed tötet, dann pervertiert er die Religion – seine Religion. Dann missbraucht er sie für das, was Religionen im Kern immer bekämpft haben: für Rachegedanken, noch dazu blutrünstige. Wenn sich da einer als Richter über Leben und Tod aufspielt und das Leben eines anderen Menschen für ihn nichts mehr zählt – egal wie dumm, aufrührerisch und verblendet dieser gehandelt hat –, dann haben wir es genau mit dem zu tun, was der Minister zu bekämpfen vorgibt: mit Blasphemie, also mit Gotteslästerung. Denn er selbst setzt sich an die Stelle Gottes. Und macht diesen damit klein.

Blasphemie

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