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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 19/2012
Wenn es den Himmel gäbe
Gott in der Literatur der Gegenwart
Der Inhalt:

Die Reichen werden reicher

Die harten Fakten des neuen Armuts- und Reichtumsberichts

Vorab bekanntgewordene Zahlen aus dem Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung haben die Diskussion über eine stärkere Besteuerung der Reichen befeuert. Nach dem Bericht verfügen 10 Prozent der Deutschen über 53 Prozent des gesamten Privatvermögens, während die »unteren« 50 Prozent der Bürger gerade mal ein Prozent des Vermögens besitzen.

Aus dem Entwurf für den vierten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung geht hervor, dass der private Reichtum in Deutschland wächst, während das Vermögen des Staates schrumpft. Die Analyse, die alle vier Jahre herauskommt, hat das Bundesarbeitsministerium vorgelegt.

Das Arbeitsministerium schreibt dazu: »Während das Nettovermögen des deutschen Staates zwischen Anfang 1992 und Anfang 2012 um über 800 Milliarden Euro zurückging, hat sich das Nettovermögen der privaten Haushalte von knapp 4,6 auf rund 10 Billionen Euro mehr als verdoppelt.« Das Abschmelzen der Vermögenswerte der öffentlichen Haushalte sei bereits seit zwei Jahrzehnten zu beobachten.

Das private Nettovermögen hat sich nach Regierungsangaben allein zwischen 2007 und 2012 um 1,4 Billionen Euro erhöht. Hinter diesen Zahlen stecke jedoch auch eine sehr ungleiche Verteilung der Privatvermögen. So vereinten »die vermögensstärksten zehn Prozent der Haushalte über die Hälfte des gesamten Nettovermögens auf sich«. Der Anteil dieses obersten Zehntels sei dabei »im Zeitverlauf immer weiter gestiegen«. 1998 belief er sich laut den amtlichen Zahlen auf 45 Prozent. Die untere Hälfte der Haushalte verfüge über nur gut ein Prozent des gesamten Nettovermögens.

Große Unterschiede verzeichnet die Analyse auch bei der Lohnentwicklung: Sie sei »im ob