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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2013
Schutzschirm der Seele
Was uns die Kraft gibt, immer wieder aufzustehen
Der Inhalt:

Was wollte Jesus?

vom 13.09.2013

Zu: »Reich Gottes. Hier und jetzt, nicht irgendwann« (15/13)

Es wundert mich nicht, dass nach dem Ende sozialistischer Gesellschaftsexperimente und dem Aufblühen eines Manchester-Kapitalismus die soziale Komponente der Botschaft Jesu wieder in den Mittelpunkt rückt. Das ist grundsätzlich zu begrüßen. Allerdings zeigen die Beiträge auch den mit einer solchen Akzentuierung verbundenen typischen Reflex: Die primär religiöse Motivation Jesu wird zu einer rein humanistischen verkürzt. Man sieht nur den Jesus, den man sehen will. Wissenschaftliche Exegese dagegen will die echten Widersprüche in ihrer Genese verständlich machen, anstatt sie wegzuexegetisieren. Nur auf diesem Weg könnte eine Antwort auf die durchaus richtige Fragestellung gelingen: Was wollte Jesus?

Dr.Markus Zehetbauer, Uffing

Für den Artikel möchte ich herzlichen Dank sagen. Er stellt endlich einmal wieder die Verkündigung Jesu selbst vom Kommen des Reichs Gottes in den Mittelpunkt. Zu begrüßen ist auch, dass das Schwergewicht auf das Hier und Jetzt des Reichs Gottes gelegt wird. Dabei gehe ich davon aus, dass die Vollendung und letzte Offenbarung dieser Neuen Welt doch wohl der Zukunft vorbehalten bleibt (»Dein Reich komme«). Leider ist diese einfache Botschaft Jesu selbst immer noch nicht bei den Kirchen angekommen. Auch nicht bei der Evangelischen, entsprechend dem Vorangang Martin Luthers, der bei Paulus irgendwie stecken geblieben ist. Dagegen wird das Thomas-Evangelium, das höchstwahrscheinlich eine ganze Reihe echter Jesusworte enthält, aufgrund eines überzogenen Biblizismus totgeschwiegen.

Reinhard Nordsieck, Mettmann

Bereits 1996 wies der Theologe Eugen Biser darauf hin, dass Gott keine Sühneopfer will. Den ambivalenten Gott, einmal liebend, einmal strafend oder rächend agierend, hat Jesus abgeschafft. Im Publik-Forum war einmal zu lesen, dass Eugen Biser wiederholt bei Kardinal Joseph Ratzinger in Rom eine entsprechende Änderung der offiziellen Lehre angemahnt hatte. Zwar wurden keine der meist üblichen Schritte gegen Andersdenkende unternommen, aber es gab auch keinen Fortschritt im »Lehramt«.

Josef Ladányi, A-Wien

Meines Erachtens hat Jesus gar nicht von einer »anderen Welt« gesprochen, sonde

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