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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 17/2012
Verloren im Vatikan
Ein Reformkonzil wird 50
Der Inhalt:

Versöhnung: Russland, Polen, Balkan, Ukraine

vom 07.09.2012

Am 9. September wird in Polen in jeder Sonntagsmesse ein »Aufruf zur Versöhnung mit Russland« verlesen. Polens Bischöfe beschlossen in Tschenstochau, die gemeinsam mit der russisch-orthodoxen Kirche erarbeitete Friedensbotschaft zwischen den beiden über Jahrhunderte verfeindeten Kirchen überall zu verbreiten. Patriarch Kyrill I., das Oberhaupt der russischen Orthodoxie, und Erzbischof Jozef Michalik als Vorsitzender der Polnischen Bischöfe hatten die historische Erklärung am 17. August beim Versöhnungsbesuch Kyrills in Polen unterschrieben. Beide Völker werden darin aufgerufen, einander zugefügtes Unrecht und Leid zu vergeben. »Jeder Pole« solle »in jedem Russen und jeder Russe in jedem Polen einen Freund und Bruder sehen«. – Kurz zuvor hatte der seit 2010 amtierende serbisch-orthodoxe Patriarch Irinej I. Kroatiens katholischer Kirche unter Kardinal Jozip Bozanic einen historischen Versöhnungsbesuch abgestattet. – Seit diesen Friedenstreffen wirbt auch der griechisch-katholische Großerzbischof von Kiew, Swjatoslaw Scheftschuk, für eine »religiöse Versöhnung der Völker der Ukraine«. Dort liegen »russische« mit »nationalen« Orthodoxen im Streit. Auch mit der am Papst orientierten griechisch-katholischen Kirche gibt es orthodoxe Konflikte.

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