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Liebe Leserin, lieber Leser,

von Wolfgang Kessler vom 28.08.2009
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Querdenken steht derzeit nicht hoch im Kurs. Es herrscht viel Angst. Da suchen zahlreiche Menschen die Mitte, den Mainstream. Wir glauben allerdings, dass Querdenken gerade in schwierigen Zeiten wichtig ist. Weil daraus Neues entsteht. Wie bei einem Politischen Salon der Heinrich-Böll-Stiftung. Dazu wurden ausschließlich Querdenker eingeladen, auch wir von Publik-Forum, einer Zeitschrift, der Annemarie und Heinrich Böll sehr nahestanden. Das Thema des Salons: Zeit für Allmende. Was abstrakt klingt, beschäftigt sich mit einer brisanten Frage: Wem gehören Gemeingüter wie Boden, Wasser, Wald, Wissen oder Gesundheit, und wer darf sie wie nutzen? Seit wir uns dieser Frage stellen, haben wir es mit vielen Querdenkern zu tun. Zum Beispiel mit dem Autor Thomas Gröbly. Der Schweizer ist gelernter Landwirt, mithin Experte für Boden und Wasser. Er ist aber auch Theologe und Ethiker. Und da ist Rafael Correa. Er ist Staatspräsident Ecuadors. Und will einen großen Nationalpark vor den Ölkonzernen schützen. Wenn das nicht quergedacht ist. Unser Titelthema. Seite 24.

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