Islamismus und Rechtsextremismus
Was die Debatte über den CSD-Anschlag übersieht
Der Anschlag auf den Berliner CSD zeigt: Queere Räume werden verstärkt zum Ziel islamistisch-extremistischer Anschläge. Auch die Zahl der Angriffe auf CSD-Veranstaltungen in Deutschland von rechtsextremer Seite ist gestiegen. Trotz aller ideologischer Unterschiede überschneiden sich Ziele, Taktiken und Narrative der beiden Extreme: Beide behaupten, muslimische und nicht-muslimische Menschen könnten nicht friedlich zusammenleben. Beide zielen darauf ab und profitieren davon, die Gesellschaft in unversöhnliche Lager zu spalten – und beide setzen dabei auf Antifeminismus und Queerfeindlichkeit. Beide nutzen digitale Räume für ihre terroristische Propaganda, feiern dort Anschläge, mobilisieren weitere Anhängerinnen und Anhänger, führen junge Menschen an extremistische Weltbilder heran.
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Paula-Charlotte Y. Matlach forscht beim Konfliktforschungsinstitut ISD Germany zur Verbreitung extremistischer Ideologien.

